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Geschichte
Im März 2002 wird uns von meinem Onkel Karl Uwe Boettcher in die Hände gelegt, seine jahrzehntelange Zucht und Selektion von Pferden der reinen spanischen Rasse in kleinem Maßstab weiterzuführen.
Bild von Francois Roux Karl-Uwe Boettcher und Dania Boettcher Roux

François Roux, Karl Uwe Boettcher, Dania Boettcher Roux

Die Begeisterung für das spanische Pferd hat bei Karl Uwe Böttcher (ehemaliger Spring- und Dressurreiter im Norden Deutschlands) auf einer Spanienreise Anfang der 60er Jahre begonnen, als er das erste Mal diese wundervolle Rasse entdeckte und kennen lernte. Intensiv begeisterte er sich auch für die Geschichte des spanischen Pferdes und erwarb schließlich 1963 seinen ersten Terry-Hengst in Jerez de la Frontera.

Seinen Wohnsitz auf Gran Canaria etablierend wurde es in den folgenden Jahren zu seinem Traum, das spanische Pferd in Deutschland bekannt zu machen und zu züchten. Mitte der 80er Jahre erwarb Don Carlos (in spanischen Kreisen respektvoll so genannt) die ersten Stuten in Los Montes bei Don Francisco Lopez Martin de Vargas außerhalb von Sevilla.

Aufgrund der damals in Spanien herrschenden Pferdepest waren die Grenzen geschlossen, keine Ausfuhr von Pferden war möglich. So blieb seine Zucht einige Jahre in Los Montes, bis sich die Grenzen öffneten und Don Carlos 1991 neun Stuten in das inzwischen restaurierte Gestüt Grimmstal bringen konnte.

Bild vom Gestüt

Gestüt Grimmstal

Die Hengste Llamado (Moreno Lovera), Indiano XIV (Don Francisco Lopez Martin de Vargas), Atlantico 1981 (Don Juan Gomez Cuetara) und Quimico III (Las Lumbreras) folgten, um die Qualität und die Reinheit der Blutlinien der Karthäuser (Cartujanos) weiterzuführen. Gestüt Grimmstal war Ende der 90er Jahre mit über 70 Pferden das größte Cartujano-Gestüt Europas außerhalb Spaniens Grenzen.

Bild von Don Carlos und Thomas Boettcher

Don Carlos et Thomas Boettcher

Zusammen mit meinem Cousin Thomas Böttcher führte Don Carlos das Gestüt bis zum Ende des Jahres 2000, in dem er leider aus gesundheitlichen Gründen eines seiner größten Werke aufgeben musste. Die gesamte Zucht ging Ende 2000 zurück nach Spanien, mit Ausnahme der beiden Hengste Sevillano XXV und Gorrion G.


Bei einem Besuch in seinem Wohnsitz auf Gran Canaria im Februar 2002 bot Don Carlos uns an, seine Zucht in kleinem Maßstabe weiterzuführen, was wir mit großer Ehre annahmen. Zehn Tage später kam die zurückerworbene Stute Melosa XIII (tragend von Lotero II) bei uns in Frankreich an, gefolgt von Insurrecto3 (Insurrecta 1978 u. Quimico III) und 9 Monate später, am 28.Dezember, von Sevillano XXV und Gorrion G.